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Montag, 22. August 2011

Kinderrechte kennen keine Herkunft! Campact.de Demokratie in Aktion

Kinderrechte kennen keine Herkunft!

40.000 Flüchtlingskinder erhalten bei uns nur eine medizinische Notversorgung und nicht einmal den spärlichen Hartz IV-Satz. Ministerin von der Leyen verschleppt seit Monaten die überfällige Neuregelung.
 Fordern Sie ein Ende der Diskriminierung!http://www.campact.de/migration/sn1/signer

Nael war noch ein Kleinkind, als seine Eltern aus Syrien nach Deutschland flohen. Heute ist Nael 10 Jahre alt und besucht die 5. Klasse. 

Es fehlt am Nötigsten: Schulbücher und Nachhilfe kann sich die Familie kaum leisten. Denn das Asylbewerberleistungsgesetz gewährt Nael pro Monat nur 20 Euro im Monat plus Sachleistungen - weit weniger als das laut Bundesverfassungsgericht allen zustehende Existenzminimum. 

Und als Flüchtlinge dürfen seine Eltern nicht arbeiten. Das bedeutet ein Leben in engen Flüchtlingslagern, Essenspakete, Gutscheine - eine fatal prägende Erfahrung für einen Zehnjährigen.

Wenn Nael krank wird, darf er nicht einfach den Kinderarzt aufsuchen. Erst müssen seine Eltern im 20 km entfernten Sozialamt einen Krankenschein abholen. Vom Antrag auf Zahnbehandlung bis zum Arztbesuch können Wochen vergehen. 

Nael ist in Deutschland aufgewachsen und fühlt sich hier zu Hause. Doch das Asylbewerberleistungsgesetz blockiert für ihn wie für rund 40.000 weitere Flüchtlingskinder die Chancen auf Integration, Entwicklung und einen guten Bildungsabschluss. 

Dieses Diskriminierungs-Gesetz gehört abgeschafft!

Die Regierung steht eigentlich unter Zugzwang: 
Mit dem Hartz-IV-Urteil hat das Bundesverfassungsgericht auch die Regeln im Asylbewerberleistungsgesetz als verfassungswidrig verworfen. 

Anstatt endlich zu handeln, hat Schwarz-Gelb aber zuerst langwierige Gespräche mit den Bundesländern aufgenommen - ein Spiel auf Zeit auf Kosten der Kinder.



Das Asylbewerberleistungsgesetz wurde in den 90er Jahren ganz bewusst zur Abschreckung von Schutzsuchenden geschaffen. 

Heute schafft es ein diskriminierendes und entwürdigendes Räderwerk, unter dem zuallererst die Kinder leiden. Jeder Tag unter diesen bedrückenden Lebensbedingungen verbaut ihnen ihre Zukunft.

Über die Hälfte der heute 40.000 betroffenen Kinder wird dauerhaft in Deutschland bleiben. 

Gerade in den ersten Entwicklungsjahren, die für das ganze spätere Leben entscheidend sind, wird ihnen vermittelt, Kinder zweiter Klasse zu sein. Das blockiert ihre Zukunft und schadet am Ende der ganzen Gesellschaft.

Was noch alles bei Campact geschieht, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.
Mit herzlichen Grüßen
Astrid Goltz und Günter Metzges
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1. Steuer-Amnestie-Abkommen: Aktion vor dem Brandenburger Tor

"Steuerflucht war noch nie so günstig! - Ihre Bundesregierung". Mit dieser Botschaft demonstrierten wir am 10. August gegen das am selben Tag paraphierte Steuer-Amnestie-Abkommen mit der Schweiz. Noch kann der Freibrief für Steuerbetrüger, die ihr Schwarzgeld in die Schweiz verschoben haben, im Bundestag und Bundesrat verhindert werden.
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Haben Sie den Appell schon unterzeichnet?

2. Flüchtlinge: Kampagne von Pro Asyl

Mit der Kampagne "Save-me - Eine Stadt sagt ja!" werben Initiativen in über 50 deutschen Städten für die Aufnahme von Flüchtlingen vor Ort. Mit großem Erfolg: 40 Städte haben bisher ihre Bereitschaft erklärt, verfolgten Menschen Schutz zu bieten. Tausende Menschen tragen dieses Anliegen mit und unterstützen selbst Flüchtlinge beim Ankommen in ihrer Stadt.

3. Campact: Social Media-Redakteur/in gesucht!

Wir suchen ab dem 1.12.2011 oder früher Verstärkung im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kampagnendurchführung. Die volle Stelle ist unbefristet und wird in Anlehnung von TVöD 11 entlohnt. Bewerbungsschluss ist der 1. September.

Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 499.232 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!. Unterstützen Sie Campact!


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