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Dienstag, 30. August 2011

Stoppt die Strahlenfracht! Campact Demokratie in Aktion

Die Castoren im Atommülllager Gorleben strahlen weit stärker als bisher bekannt. Deshalb muss der für November geplante Castor-Transport ins Wendland abgesagt werden.

"Kartoffelscheune" nennen die Menschen im Wendland das atomare Zwischenlager Gorleben wegen seiner dünnen Außenwände. Sie wissen schon lange, dass dies keine geeignete Art und Weise ist, Castor-Behälter mit ihrem strahlenden Inhalt zu lagern. 

Jetzt geben ihnen die Messwerte recht: Letzte Woche wurde bekannt, dass die Einhaltung der Strahlungsgrenzwerte am Zwischenlager nicht mehr gewährleistet werden kann. Doch für die niedersächsische Landesregierung ist das kein Hinderungsgrund, dort noch mehr Atommüll zu lagern: Im November will sie weitere elf Castoren nach Gorleben rollen lassen.

Um die Messwerte am Zwischenlager zu drücken und damit den Transport überhaupt möglich zu machen, überlegt die Landesregierung von Ministerpräsident McAllister sogar, einfach den Abstand zwischen den Castoren und den Messgeräten zu vergrößern. 

Bislang deckt Bundesumweltminister Norbert Röttgen diesen Taschenspielertrick durch sein Schweigen. Im Oktober wird abschließend entschieden, ob weitere Castoren nach Gorleben rollen dürfen. 

Mit einem Appell fordern wir die Absage des Atommüll-Transports. Sobald wir 100.000 Unterschriften beisammen haben, wollen wir ihn öffentlich überreichen.

Mit jedem Castor-Transport ins Wendland wird Gorleben als Endlagerstandort weiter zementiert. Aus rein politischen Gründen wurde der Salzstock in den 1970er Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit willkürlich ausgewählt. 

Geologisch ist er völlig ungeeignet: Von oben drohen Wassereintritte ähnlich wie im abgesoffenen Endlager Asse, von unten explosive Erdgaseinschlüsse.

In diesem Herbst will die Regierung ein Endlagersuchgesetz beschließen. Es droht zu einem "Gorleben-Durchsetzungsgesetz" zu werden - mit Kriterien, die Gorleben weiter als Endlagerstandort ermöglichen sollen. 

Eine ergebnisoffene und transparente Suche nach unabhängigen Kriterien kann es daher nur geben, wenn Gorleben vorher als Endlagerstandort ausgeschlossen wird.

 Als ersten Schritt braucht es jetzt einen Stopp der Castor-Transporte dorthin.

Unterzeichnen auch Sie unseren Appell!


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Mit herzlichen Grüßen
Christoph Bautz und Susanne Jacoby

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