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Freitag, 24. August 2012

Kumi Naidoo Greenpeace-Geschäftsführer erklettert Bohrinsel in der Arktis

Kumi Naidoo, © Sinyakov/Greenpeace 

Auch Sie sind empört über die Pläne des Shell-Konzerns, im Arktischen Ozean nach Öl zu bohren. Über 1,4 Millionen Menschen haben sich mittlerweile unserem Protest angeschlossen. Alle zusammen fordern wir die Einrichtung eines dauerhaften Schutzgebietes rund um den Nordpol.

Damit unser Protest auch weltweit Gehör findet, sind heute Morgen fünf Greenpeace-Aktivisten und ich auf die Ölplattform Prirazlomnaya in der russischen Petschora See gestiegen. Wie Shell vor der Küste Alaskas plant auch Gazprom – praktisch auf der anderen Seite – Öl aus dem Boden des Arktischen Ozeans zu fördern. Das wollen wir verhindern und deshalb meine Bitte:Leiten Sie diese E-Mail weiter, damit auch Ihre Freunde und Bekannten auf savethearctic.org für den Schutz der Arktis eintreten.

Ölplattform Prirazlomnaya im Arktischen Ozean
Die Entscheidung zu dieser Aktion ist uns nicht leicht gefallen, denn wir gehen hier ein hohes Risiko ein. Aber dieses Vorgehen ist notwendig, um den Menschen weltweit zu zeigen, was in diesen Tagen hier in der Arktis passiert. Wir müssen dringend die Pläne der Ölindustrie stoppen. Wer – wenn nicht Greenpeace – kann es schaffen, der Weltöffentlichkeit vor Augen zu führen, welche unheilvollen Pläne die Ölkonzerne im Nordpolarmeer verfolgen? Nur so kann es gelingen, eines der letzten weitgehend unberührten Gebiete vor der Ausbeutung zu bewahren.

Greenpeace hat längst vorgerechnet, dass durch Effizienzmaßnahmen und den Ausbau von Erneuerbaren Energien komplett auf das Öl aus der Arktis verzichtet werden kann. Aber das interessiert Konzerne wie Gazprom oder Shell nicht. Sie wollen an das Öl in der Arktis, koste es, was es wolle. Auch dann, wenn damit riesige ökologische, ökonomische und soziale Risiken eingegangen werden. Im Falle eines Öl-Unfalls hier in der Petschora See ist Gazprom absolut unzureichend gerüstet – weder gibt es hier ausreichend Menschen noch Material, um austretendes Öl bekämpfen zu können. Große Teile der Ausrüstung zur Eindämmung einer Katastrophe liegen im ca. 1000 Kilometer entfernten Murmansk. Es wird Tage dauern, bis sie vor Ort eintreffen.


Kumi Naidoo erklettert Ölplattform
Aber dann ist es zu spät für die Betroffenen vor Ort. Russische Experten haben etliche, mögliche Szenarien durchgerechnet: Sie kommen zu dem Schluss, dass im Falle eines Unfalls sehr schnell etwa 3000 Küsten-Kilometer betroffen sein werden – von der Verseuchung des Arktischen Ozeans ganz zu schweigen.

Deshalb ist es so wichtig, den Menschen weltweit von den Geschehnissen hier zu berichten und deshalb bitte ich Sie heute: Leiten Sie diese E-Mail an Freunde und Bekannte weiter, damit auch Sie davon erfahren: Wir brauchen ganz, ganz viele Menschen, die sich mit uns für den Schutz der Arktis einsetzen http://www.savethearctic.org/

 Die Arktis zählt auf Ihre Unterstützung und unsere Nachfahren werden es Ihnen danken.

English:

Kumi Naidoo

In the remote Arctic waters of the Pechora Sea in northern Russia, a giant oil platform is about to start destroying the Arctic in a greedy grab for the last drop of Arctic oil. 
I am there on the scene taking direct action, and I'm appealing to you for help to stop this destruction by joining our movement to save the ArticArctic drilling represents a tragic industrialisation of the Arctic - one of the earth's last pristine wilderness areas, and brings with it a host of environmental, social and economic risks. 
It's a tragedy because we know and have seen that viable renewable energy alternatives exist right now.

So today we're taking a stand. Together with five others, I am confronting the destruction where it's happening at Gazprom's Prirazlomnaya oil rig in the Pechora Sea. We're seeking non-violent, peaceful engagement with the platform's skipper so that we can highlight our concerns. In the process, we want to show the world what's happening here in the frozen North.

And I am taking this stand with the support of over 1.4 million people from around the world who have signed our petition. Together we are standing up together to say Enough and No More.

I invite you to join with us too as we seek the declaration of an Arctic sanctuary, and a move towards a green, clean, safe energy future. 
I'm a big believer in the power of people to change the course of history - it's been done countless times in the past - and I know that we can do this together again now. http://www.savethearctic.org/


Thank you,
Kumi Naidoo
Executive Director, Greenpeace International




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